Daniel Sanders |
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Daniel Sanders wurde am 12.11.1819 in Altstrelitz als zweiter Sohn des jüdischen Kaufmanns Hendel Sanders und dessen Ehefrau Amalie geboren. Er besuchte zunächst die jüdische Freischule und wechselte später in das Gymnasium Carolinum Neustrelitz. In Berlin studierte er Mathematik und Philologie, promovierte 1842 in Halle(Saale). Im gleichen Jahr wurde er als Oberlehrer an der jüdischen Freischule in Altstrelitz angestellt. 1852 wurde diese Schule wegen ihrer demokratischen Bestrebungen geschlossen. |
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Das Hauptwerk des Lexikographen Daniel Sanders ist sein "Wörterbuch der deztschen Sprache mit Belegen von Luther bis auf die Gegenwart". Mit diesem Werk setzt er sich auseinander mit den damaligen Autoritäten der Germanistik, Jakob und Wilhelm Grimm. Diese veröffentlichten 1652 ihr "Deutsches Wörterbuch". Sanders wollte, dass jeder Bürger seine Sprachfähigkeit verbessern konnte und kritisierte deshalb die Brüder Grimm und warf ihnen u.a. Mittelaltersucht und Verherrlichung germanischer und "teutscher" Eigenschaften vor. Das trug ihm den Ruf eines unverschämten Kritikasters ein. Heute hat die Germanistik im wesentlichen diese Auffassung korrigiert. |
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Hier noch einige bedeutungsvolle Werke Daniel Sanders:
Nachdem auch das deutsche Reich die Gleichheit aller Staatsbürger verwirklicht hatte, wurde Daniel Sanders 1877 vom Grossherzog von Mecklenburg-Strelitz zum Professor ernannt. Am 11. März 1897 stirbt Daniel Sanders in Altstrelitz. |