Adolf Glaßbrenner |
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Anscheinend ist er garnicht mehr so bekannt. Es sind ja auch schon ein paar Jahre vergangen seit seinem Aufenthalt in Neustrelitz. So will ich mal versuchen, hier Einiges in Erinnerung zu rufen. Im einschlägigen Lexikon findet man folgenden kurzen Eintrag:
Das sagt ja überhaupt nicht viel. Da steht zum Beispiel in dem gleichen Lexikon mehr über Norbert Blüm. Also wollen wir hier mal etwas mehr dazu sagen. |
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Als Adolf Glaßbrenner die Residenz des Grossherzogs Georg 1840 zum erstenmal betritt, ist er 30 Jahre alt und bereits ein berühmter und zugleich politisch höchst verdächtiger Mann. Dass er Neustrelitz als Aufenthaltsort wählt hat ganz einfach praktische Gründe. Glaßbrenners Frau, der Schauspielerin Adele Peroni-Glaßbrenner, wird vom Königstädtischen Theater zu Berlin der Vertrag nicht verlängert. Dem Theaterchef ist Glaßbrenner ein Dorn im Auge, weil er die Leitung des Hauses in seinen Kritiken schon mehrfach scharf angegriffen hat. Die Peroni sieht sich um und findet am Grossherzoglichen Hoftheater in Neustrelitz ein Engagement zu fast traumhaften Bedingungen. So wurde sie unter diesen Umständen zum absoluten Star im Theaterleben der 8000-Seelen-Residenz. Sie reist in diesen Neustrelitzer Jahren zu zahlreichen Gastspielen u.a. nach Prag, Kassel und Mannheim. Ihr Mann reist mit und trifft sich mit Freunden und Bekannten und kehrte zurück, um sich wieder für eine Weile "ins Grab zu Neustrelitz" zu legen. Verständlich, als Berliner gingen ihm mit der Zeit "Enge und Winzigkeit der Hauptstadt von Mecklenburg-Strelitz" auf den Geist. Aber er lebte hier relativ gesichert, sein mecklenburgischer Reisepass machte ihn frei beweglich. |
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An erster Stelle steht aber wohl Glaßbrenners grösstes und bedeutenstes Werk "Der neue Reineke Fuchs", der 1845 bei Lorck in Leipzig herauskommt. Das ganze Werk ist in Versform geschrieben. Ein Werk, welches auch heute noch nicht an Bedeutung verloren hat. Reineke, Symbol des finstersten Jesuitentums, hat seine Macht im Tierreich errichtet - wie es ihm zukommt, mit List, Tücke, Betrug, Unterdrückung, Spitzelei und Demagogenverfolgung. Doch das Volk der Tiere entledigt sich am Ende seiner Herrschaft, verprügelt ihn und jagt ihn zum Teufel. Und nun das Wichtigste: Glaßbrenner mahnt am Schluss, man müsse auch nach dem endlich errungenen Anbruch der Freiheit auf der Hut sein, denn: |
Insgesamt sind Glaßbrenners Jahre in Neustrelitz ausserordentlich fruchtbar für sein literarisches Werk. So schuf er in Neustrelitz u.a.:
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