Friedrich Wilhelm Buttel |
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Nichts findet man über ihn im "Neuen Grossen Lexikon" mit über 50000 Stichwörtern vom Buch und Zeit
Verlag Köln. Dabei ist Buttel in Mecklenburg eine Berühmtheit. Der am 1. Dezember 1796 in
Zielenzig bei Frankfurt/Oder geborene Buttel wurde in Berlin Schüler des grossen Architekten
Karl Friedrich Schinkel. Über diesen schreibt besagtes Lexikon:
Schinkel, Karl Friedrich (1781-1841)Streng klassizistische und romantisierende Formen der Neugotik (Schloss Tegel, Schauspielhaus, Neue Wache, Altes Museum)
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Daraus leitet sich auch Buttels Vorliebe für Terrakottasteine und die englische Gotik ab. Auf Empfehlung eben seines Lehrers Schinkel nahm der junge Buttel die Stelle eines Hofbaumeisters in der Residenzstadt Neustrelitz an. Als Architekt versuchte er, die Baustile der mittelalterlichen Gotik mit der Formensprache des Neoklassizismus zu verbinden und dabei gleichzeitig die griechische Renaissance aufleben zu lassen. An der Berliner Kunstakademie bei Johann Gottfried Schadow erweiterte er durch theoretische Studien seine praktischen Fähigkeiten. Die Ergebnisse dieser Studien fanden ihren Niederschlag in den Bauten der Residenzstadt Neustrelitz. Beispielhaft dafür ist die typische hellgelbe Backsteinarchitektur vieler Gebäude, mit Türmen und Friesen, Rosetten und Pfeilern. Dazu gehören u.a. die Schlosskirche, das Rathaus, Karolinen- und Marienpalais, Kaserne und Marstall. |
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Er beteiligte sich auch an anderen Projekten wie z.B. den Kanal-und Schleusenbau in Vipperow, Feldberg und Malchow. Eigentlich könnte man ihn auch als den Erfinder der Dachpappe ansehen. Es war seine Idee, 1834 Pappdächer herzustellen. Dazu verwendete er Leinwand und stark in Teer getränktes Löschpapier. Buttel stellte an sich selbst hohe Anforderungen. Der Erwartungsdruck auf ihn war gross. Selten konnte er sich Ruhe gönnen. In diesen Umständen sucht man auch die Gründe für seinen Freitod im November 1869. Beigesetzt wurde er auf dem Neustrelitzer Friedhof, den er einst selbst gestaltet hatte. Nun beschränkt sich die Bautätigkeit Buttels nicht nur auf Neustrelitz. Auch ausserhalb der Residenzstadt hat er seine Spuren hinterlassen. |