Hans-Jürgen Graf von Blumenthal |
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Geboren am 23. Februar 1907 in Potsdam. 1926 zieht die Familie von Blumenthal nach Neustrelitz. Er studiert Jura und ist stark im Stahlhelm-Bund engagiert. So wirkt er als Schriftleiter der vom Bund herausgegebenen Zeitung, bis der Stahlhelm 1935 von der NSDAP aufgelöst wird. Er nimmt an Lehrgängen der schwarzen Reichswehr teil. 1930 unternimmt er eine dreimonatige Debattenreise in die USA. Bereits zu dieser Zeit setzt er sich für internationalen Frieden, Verständigung sowie für eine Vereinigung Europas ein. Nach anfänglicher Begeisterung für den Nationalsozialismus distanziert er sich von diesem immer mehr. |
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Nach dem Studium kehrt Blumenthal nach Neustrelitz zurück und wird im Hauptberuf Leutnant in einem Infanterieregiment. Mit Gesinnungsgenossen, die ebenfalls die Kriegsgefahr unter Hitler als gross erachten, plant Blumenthal einen Staatsstreich zur Kriegsverhinderung und Entmachtung Hitlers. Aufgrund der Hitler unterstützenden Haltung des britischen Premierministers Chamberlain hat dieser Putsch keine Grundlage mehr. Im II. Weltkrieg als Oberleutnant wird Blumenthal so schwer verwundet, dass er frontdienstuntauglich ist. Er verrichtet seinen Dienst beim Allgemeinen Heeresamt des OKH. Dort macht er Bekanntschaft mit weiteren Regimekritikern und gewinnt das Vertrauen des Grafen Stauffenberg. Er wird in die Vorbereitung des Attentats gegen Hitler mit einbezogen. Das Attentat vom 20. Juli 1944 scheitert, Blumenthal wird von der Gestapo abgeholt, verhört und nach der Verurteilung vor dem "Volksgerichtshof" am 13. Oktober 1944 in Plötzensee hingerichtet. |
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