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Beginnen wir unseren Marktspaziergang beim Rathaus (1). Wie viele Gebäude in Neustrelitz entstand auch das Rathaus nach Plänen und unter Leitung des Baumeisters Buttel (Siehe auch unter "Persönlichkeiten"). Der ursprünglich an dieser Stelle stehende Fachwerkbau reichte für die wachsende Stadt nicht mehr aus. |
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1841 erfolgte die Grundsteinlegung für das heutige Gebäude. 1843 wurde es als Rathaus in Betrieb genommen. Bald reichte es nicht mehr aus und es folgte wenige Jahre später der Erweiterungsbau in der Strelitzer Strasse. Abgeschlossene und noch im Bau befindliche Erweiterungen kamen in den letzten Jahren hinzu. In der Strelitzer Strasse finden Sie auch die Tourist-Information.
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Wir setzen unseren Rundgang um den Markt entgegen dem Uhrzeigersinn fort und kommen zur Stadtkirche (2). Sie ist älter als das Rathaus und wurde 1768 bis 1778 nach Plänen des herzoglichen Leibarztes Dr. H. Verpoorten erbaut. Aber wie das so ist, das Geld reichte nicht aus und es fehlte der Turm und der Aussenputz. Erst 1833 machte ein Geschenk des Grossherzogs an die Gemeinde die Fertigstellung unter Buttel möglich. Beim Turm war Schinkel Vorbild und er wurde im Stil eines toscanischen Campanile erbaut. Auf die Plattform des Turmes führen 202 Stufen und er ist der Öffentlichkeit zugänglich.
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Der Besuch der Turmplattform ist ein unbedingter Höhepunkt eines Neustrelitzbesuches. Der Ausblick ist phantastisch. Besteigungen werden über die Tourist-Information organisiert. Passt ihnen das zeitlich nicht, gehen Sie ein Stück die Bruchstrasse hinunter. Dort finden Sie gleich rechts das Borwinheim. Suchen Sie dort das Gemeindebüro. Die Mitarbeiterinnen sind enorm nett und finden für Sie sicher eine individuelle Lösung!
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Auch im Inneren der Stadtkirche finden Sie Sehenswertes:
- Das Altarbild "Die Kreuztragung" von Rafael als Kopie und gemalt 1856 von der Grossherzogin
Marie.
- Oberhalb des Altars 4 Figuren aus Holz von Simon Gehle.
- Die aus der Werkstatt Grüneberg (Stettin) stammende Orgel, 1893 aus Anlass ihrer Goldenen
Hochzeit vom Herrscherpaar Grossherzog Friedrich Wilhelm und Grossherzogin Caroline Auguste
gestiftet.
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Gleich hinter der Stadtkirche finden Sie die ehemalige Mädchenschule (3). In der Vergangenheit genutzt als Berufsschule und als Bankfiliale. Das Gebäude ist ebenfalls ein Buttelbau und wurde 1831 errichtet.
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Weiter geht`s bis zum Haus Markt/Ecke Schlossstrasse (4). 1732 erbaut ist es eines der ältesten Häuser in Neustrelitz.. Der erste Bürgermeister wohnte hier und so wurde es auch als Rathaus genutzt. Später folgte die Nutzung als Gasthaus und so ist es auch noch heute.
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Auch das nächste Gebäude Markt/Ecke Töpferstrasse hat ebenfalls eine lange Tradition als Gasthaus. Das sagen schon die Namen "Fürstenhof" und "Reichshof". In der DDR war das Gebäude Schulungsstätte des Wirtschaftsrates des Bezirkes Neubrandenburg. Eine Gedenktafel am Haus erinnert daran, dass hier 1921 Engelbert Humperding, der Komponist der Märchenoper "Hänsel und Gretel" verstarb.
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Nun bleibt uns noch die Besichtigung des Rondells. Zunächst war es nicht vorhanden. Nach dem Tod von Grossherzog Georg wurde es 1860 auf Vorschlag von Buttel angelegt. Die Bepflanzung erfolgte in den Landesfarben blau (Flieder), gelb (Goldregen) und rot (Rotdorn). Springbrunnen und Sitzgelegenheiten machten das Rondell bürgerfreundlich. Unter dem Denkmal des Grossherzogs befand sich der Nullpunkt, von dem aus alle Entfernungen gemessen wurden.
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Die Sowjetarmee legte 1945 auf dem Rondell einen Soldatenfriedhof an. Es kam in der Folge eine kleine Ehrenhalle und eine Statue hinzu, ein Sowjetarmist, auf einer Säule stehend. Das ehemals entfernte Denkmal des Grossherzogs Georg wurde bereits 1989 auf dem Friedrich-Wilhelm-Buttel-Platz wieder aufgestellt. Die gefallenen Rotarmisten wurden nach Abzug der GUS-Truppen umgebettet, die Statue und die Ehrenhalle entfernt und das Rondell begrünt.
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Da der Markt nun in vollem Umfang wieder verfügbar war, machte sich auch die Stadtvertretung Gedanken über eine Neugestaltung. Friedensreich Hundertwasser kam ins Gespräch. Soweit bekannt, hatte er auch schon zugesagt. Aber der Streit wogte hin-und her. Schliesslich wurde es nichts mit Hundertwasser. Eigentlich schade. Ich kenne den von Hundertwasser gestalteten Marktplatz in Zwettel/Österreich. Er ist heute eine Touristenattraktion.
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Aber der Markt sollte neu gestaltet werden. Dazu gab es einen Architektenwettbewerb und eine Jury wählte das Projekt, welches am besten erschien. Es war ein modernes Projekt und ein Schlag gegen die Verfechter, den Markt wieder in den alten historischen Zustand zu versetzen. Der Marktumbau ging seinen Lauf und 2005 konnte der neu gestaltete Markt mit einem Marktfest durch den Bürgermeister Grund seiner Bestimmung übergeben werden.
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